Das Khoster von Heiligen Kreuz

Das Khoster von Heiligen Kreuz in Omodhos hat eine lange Geschichte, die an den Beginn der ersten Jahrhunderte des Christentums anfängt. Es wird geglaubt, dass das Khoster über eine Felshöhle errichtet wurde, auf der die ehrwurdigen Bewohner von Koupetron (die Vorfahren der heutigen Einwohner von Omodhos) das Heihige Kreuz gefunden hatten. Ursprünghich war eine kleine bedeutungslose Kapelle. Der vielen Zeichen des Heiligen Kreuzes wegen wurde diese Kirche sehr schnell ein berühmter Wallfahrtsort nicht nur für die Bewohner von Omodhos, sondern auch für alle Inselbewohner.

Ausser der erhaltenen Tradition über dieses Kloster sind auch die Namen vieler zyprischer Historiker zu erwähnen, wie Neofytos Rodinos in der Mitte des 17. Jahrhunderts. Er gibt uns die Auskunft, dass es sich in dem genannten Kloster ein Stück des Heiligen Kreuzes und des Heiligen Hanfs (= Stricks) befinde. Der aus Russland Monch und Reisende Basil Gr. Barsky in seinem Bush "Reisen auf Zypern" schreibt, dass es hier in diesem Kioster von Omodhos em Stück des hI. Hanfs gebe, mit dem Jesus Christus bei seiner Passion auf dem Kreuz gebunden worden war. Uber das Kloster spricht auch der Archimandrit Kyprianos in seinem Werk "Chronohogische Geschichte von Zypern". Zusätzlich scheibt darüber auch der Erzbischof Sinaeou Konstantinos.

Während der Türkenschaft hat sich das Kloster von Omodhos nicht nur überlebt, sondern auch eine grosse Macht und einen guten Ruhm erworben, wegen eines ausgehenden Erlasses (= Fermans) von'dem Sultan, nash dem neimand weder dos KIoster noch sein Vermõgen stõren dürfte, d.h. es war unantastbar.

In Lebzeiten des Abts Dositheos erreichte das Kloster sein hohes Ansehen. Die Bürste von Dositheos steht vor dem Kloster. Dositheos war ein grosser Patriot mit einem starken Charakter, ein machtvoller mann und sehr progressiv. Seiner Energie wegen wurde er von den Türken am 10. Juli 1821 mit anderen Geistlichen und auserwähten Zyprioten in Nicosia gehenkt.

Den inneren Kirchenraum betretend sieht man sofort die schõne Ikonenwand, an der seltene und ausdrucksvollee lkonen stehen, darunter die von Christus, von der Jungfrau Maria, von Johannes dem Taufer, von St. Johannes dem Evangelisten mit russischen Einfluss. In der Mitte der Kirche steht der eindrucksvolle Bischofsstuhh, das Pult der Heiligen Ikone und der Kanzel, die von Abt Dositheos vergoldet worden waren. An den nõrdlichen und südlichen Wänden befinden sich zwei grosse Wandmalereien von Giavopoulos.

Die Kirche des Klosters wird von vielen Gebäuden umgeben, darunter sind der Synodalraum (= Abtei), wo die Gäste empfangen wurden. Dieser Raum wurde vor kurzem als Museum (Kampfmuseum) benutzt. Sehenswert ist die Decke der Abtei, eine aus HoIz ausgezeichnete behauene Decke einer wunderbaren Kunst.

Das Kloster verfügt auch wertvolle Andenken:

1) Auf einem besonderen Platz bei der Ikonenwand steht das grosse Heilige Kreuzmit dem Heiligen Hanf.

2) Em zweites Heiliges Kreuz mit Schutzdeckung.

3) Das Heilige Kreuz des heiligen Panaretos, das erst dem Kloster von Anogyra geschenkt wurde.

4) Das heilige Haupt des Apostels Pfilippos, aut dem die Abzeichen vier byzantinisoher Kaiser (Echtheits-Stempel), die die Echtheit bestätigen.

5) Verschiedene andere Andenken aus der Zeit des Abts Dositheos, wie ein Evangelium datiert seit 1769, der heilige Silberkelch, das heilige Silberplättchen (Patene), das heilige silberne Sternchen, die heilige Lanze, zwei Ikonen von Apostel Pfilippos, die eine aus Janre 1528 und die andere aus 1773. Andere Reliquien, kostbare Schmücke und viele andere wertvolle Opfergaben.

Die Bewohner von Omodhos, alle aus den Nachbarndõrfern und aus der ganzen

Insel verehren das Heilige Kreuz und mit Besuchen beehren es. Jedes Jahr am 14.

September kommen viele Pilger auch heute hier zusammen, und es wird hier im

Kloster eine Messe gelesen, und Prozessionen, an denen alle Gläubigen teilnehmen.

Einer althen Sitte nach wird in Omodhos am Osterdienstag eine Prozession - ein Umzug von Pfarrern, Ikonen und Kinderchoren durch das Dort bzw. von einem Haus ins andere. Jede Familie begrüsst das Gefolge mit dem Heiligen Kreuz, und spenden sie dem Kloster freigebig.

Jedesmal wenn es gefeiert wird, hier im Kloster und während der grossen Feiertage, wie Ostersonntag, Ostermontags, Sonntag von Qrthodoxie, der dritte Sonntag der Fastenzeit werden die heiligen Reliquien mit Religionsrührung und grossem Glauben zur Verehrung auf einen bestimmten Platz bzw. Pult ausgesetzt.